2016年02月

Im letzten Blog-Eintrag schrieb ich unter anderem über die grosse Bedeutung des Grases der Weiden für die Wirtschaft Asos. Dieses Mal möchte ich euch eine nicht überlebenswichtige, aber dennoch höchst ansprechende Verwendung für das Gras der Weiden Asos vorstellen. Wer die notwendige Fingerfertigkeit besitzt kann aus den langen Gräsern Figuren herstellen, wie zum Beispiel den Grashüpfer den ihr auf dem Foto seht. Dieses Exemplar wurde von einem älteren Herrn aus Aso als Dekoration für Michi no Eki Aso hergestellt. Leider sind ähnliche Figuren hier bisher nicht erhältlich. Ich hoffe jedoch, dass sich dies bald ändern wird.

Liebe Grüße aus Aso,

Marco

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In the last entry I told about the importance of the grass of Aso’s pastures for the local economy. This time I would like to show to you another highly interesting way of using the grass. If you are sufficiently nimble-fingered you will be able to create little figurines from long leaves of grass. The grasshopper which you can see in the picture was created by an elderly man from Aso as decoration for the office of Michi no Eki Aso. Unfortunately similar figurines cannot yet be bought in our shop, but I hope that this will change soon.

Kind regards from Aso,

Marco

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Michi No Eki Aso

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Für alle von euch die letzte Woche nicht reingeschaut haben gibt es eine Erklärung vorweg: Noyaki findet seit bereits circa eintausend Jahren in Aso statt. Es handelt sich um das Verbrennen abgestorbenen Grases auf den Weiden. Das lange Gras der Felder in Aso war für die Wirtschaft der umliegenden Ortschaften seit jeher von zentraler Bedeutung. Es dient als Futtermittel für Kuehe und Pferde und wurde auch zum Bau von Hausdächern verwendet. Einmal pro Jahr wird es niedergebrannt, um Platz für frisches Gras zu schaffen und Verwaldung zu verhindern. Noyaki findet auch an anderen Orten in Japan statt, aber keiner dieser Orte hat so große Grasflächen wie Aso., sodass es sich um das groesste und bekannteste Noyaki Japans handelt.

Nachdem Noyaki letzte Woche wegen Regen leider ausfallen musste, konnte es heute nun bei malerischen Bedingungen stattfinden. Der blaue Himmel über Aso war beinahe wolkenfrei und obwohl es ziemlich kalt war schien die Sonne durchgängig. Zusammen mit anderen Gästen hatten wir die Gelegenheit uns Noyaki vor einer wunderschönen Bergkulisse anzusehen.

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Da Noyaki nicht nur schön ist, sondern auch viel Arbeit verursacht waren um die 1200 Freiwillige aus verschiedenen Teilen Japans anwesend. Ein Teil gehört zu lokalen Bevoelkerung, andere sind eigens fuer den heutigen Tag angereist, um die Bewohner Asos zu unterstützen und einen Beitrag zur Erhaltung des kulturellen Erbes Japans zu leisten. Erkennen könnt ihr sie auf den Fotos an ihren Helmen und den aus Bambus gefertigten Stäben, die dazu dienen das Feuer an bestimmten Stellen zu löschen. Selbstverständlich ist alles gut geplant und koordiniert, damit die Gesundheit der Beteiligten zu keinem Moment gefährdet ist. Da es in den Bergen sehr windig ist, kann es durchaus passieren, dass die Flammen plötzlich zwanzig bis dreißig Meter in die Höhe ragen. Daher ist größte Vorsicht geboten.

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Den Frauen und Männern der Freiwilligentruppe einige Stunden bei der Arbeit zuzusehen war eine grossartige Erfahrung, die ich gerne weiterempfehlen möchte. Etwas Ähnliches habe ich in Deutschland noch nie gesehen und auch in Japan ist es einmalig. Leider ist es bisher nur in Ausnahmefällen möglich sich, wie wir heute, als Teil einer von einem erfahrenen Freiwilligen geführten Gruppe dem Feuer zu nähern.

Wie mir heute mitgeteilt wurde, können auch Ausländer als Freiwillige am Noyaki teilnehmen. Ausreichende Japanischkenntsnisse dürften allerdings Vorraussetzung sein, da es notwendig ist sämtliche Answeisungen genau zu verstehen.

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Der beeindruckendste Anblick bot sich uns, wenn die Flammen vom Wind angefacht wurden und plötzlich in die Höhe schossen. Das Feuer prasselt laut, die Luft ist erfüllt von einem angenehmen Geruch, Rauchschwaden steigen auf und Teile verbrannten Grases fliegen durch die Luft - eine Erfahrung an die ich sicherlich auch nach meiner Rückkehr nach Deutschland noch gerne erinnern werde.

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For all of you that did not read last week's blog entry, please read this little explanation concerning noyaki beforehand: Noyaki has been taking place in Aso for around one thousand years. Noyaki means the burning of dead grass on the pastures. The pastures' long grass has always been central to the ecomomy of Aso and the neighboring localities. It has been used to feed cows and horses and to construct rooftops. Once per year it is burned down to make way for fresh grass and to prevent forestation. Noyaki can be seen in other places in Japan as well, but none of them has areas of grass as spacious as Aso's which makes it Japan's most famous noyaki.

Last week noyaki had to be cancelled due to heavy rain, whereas today's circumstances were perfect. We were able to witness noyaki under a clear, almost cloudless blue sky. Although it was cold, the sun was shining the entire time. It took place in front of the wonderful mountain scenery of Aso (as you can see above).

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As noyaki is not only beautiful, but also hard work, there were around 1200 volunteers from various places in Japan. Partly they were locals, partly they travelled to Aso for this special day to aid the residents of Aso in carrying out a difficult task and to contribute to preserving Japan's cultural heritage. You will easily be able to recognize  them on the photos, as they were wearing helmets and carrying long utensils made from bamboo, which are used to extinguish the fire. Naturally noyaki is well-planned and coordinated to ensure that there is no danger to the health of the participants. As it is very windy in mountainous areas, it can easily happen that the flames become twenty or even thrity meters high suddenly. This is why full attention is required at any moment.

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To observe the women and men of the volunteer brigade doing their work for several hours has been an unforgettable experience, that I would like to recommend to all of you. I have never seen anything comparable to it in Germany and it is unique even in Japan. Unfortunately, until now it is only allowed in exceptional cases that spectators approach the fires as part of a group led by an experienced volunteer.

As I was told today, foreigners are also able to become members of the volunteer brigade. Of course it would be necessary to speak Japanese at a very high level as it is absolutely necessary to understand every instruction completely.

The most impressive sight presented itself when the flames were stirred up by the wind and rapidly grew. The fire is crackling loudly, a pleasant smell is diffusing, billows of smoke are rising to the sky and parts of burned grass are thrown into the air - an experience that I will be glad to remember after returning to Germany!



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Liebe Leser,
 
Eigentlich sollte heute in Aso “noyaki” stattfinden. Noyaki ist das japanische Wort für das Verbrennen abgestorbenen Grases auf den Feldern. Es handelt sich um eine lokale Tradition, die die Bewohner Asos seit bereits eintausend Jahren am Leben erhalten. Das Gras auf den Feldern war für die lokale Wirtschaft seit jeher von zentraler Bedeutung. Es diente nicht nur als Futter für Rinder und Pferde, sondern auch zur Herstellung von Hausdächern. Nachdem das Gras für verschiedene Zwecke verbraucht wurde, besteht die Gefahr der Verwaldung der Felder. Um dies zu verhindern, werden Feuer gelegt, die neben den Grasresten auch kleine Bäume und Büsche verbrennen und die Felder für das Wachstum frischen Grases freimachen. Leider hat es heute in und um Aso stark geregnet, sodass noyaki auf nächste Woche Freitag verschoben werden musste. Anstatt uns das Ereignis anzusehen, Fotos zu schießen und einen kleinen Artikel zu verfassen, saßen wir heute am Schalter für Touristeninformation und haben unsere übliche Arbeit erledigt. Als kleine Entschädigung konnten wir in Aso hergestelltes “Müsli-Roggen Brot” probieren, das wirklich hervorragend geschmeckt hat. Es hat mich stark an deutsches Vollkornbrot erinnert, enthielt allerdings neben Sonnenblumenkernen auch allerlei Früchte wie zum Beispiel Feigen, Rosinen, Orangen und Trauben. Eine Packung, wie ihr sie auf dem Foto sehen koennt, kostet 300 Yen und kann hier bei Michi no Eki Aso erworben werden. Produziert wurde das Brot von der Baeckerei "Mame no Ki", einem hervorragenden und auesserst bekannten Kleinbetrieb aus Aso. Es handelt sich um die Bäckerei, die Michi no Eki Aso und Aso Bahnhof am nächsten liegt. Zu Fuß kann sie in nur fünfzehn Minuten erreicht werden. Wenn ihr Zeit habt nach Aso zu kommen, besucht doch Michi no Eki Aso und probiert die Produkte von Mame no Ki und anderen lokalen Betrieben oder besucht diese in ihren lokalen Geschäften.
 
Liebe Grüße aus Aso,
 
Marco

PS: Am Ende des Blogeintrags findet ihr ein Foto eines typischen deutschen Vollkornbrotes zum Vergleich!
 
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Dear readers,
 
 
Actually “noyaki”should have taken place in Aso today. Noyaki is the Japanese word for the burning of dead grass on the fields. It is a local tradition that has been kept alive by the inhabitants of Aso for one thousand years. The grass on the fields has always been of high importance for the local economy. Not only did it serve as fodder for cows and horses, but it has also been used to construct rooftops. After using up the grass for many different purposes bushes and trees begin to grow on the fields, which would, if not removed early enough, turn the vital fields into forests step by step. To prevent this from happening local people have been laying fires that do not only burn the remains of grass but also recent trees and bushes and clear the fields for the growth of fresh grass. Unfortunately it has been raining strongly in and around Aso today, so that the event had to be postponed and will probably take place on Friday next week. Instead of enjoying the event, taking pictures and writing a short article to introduce noyaki to foreigners we were working at the tourist information counter. As a small compensation we tried “granola-rye bread” made in Aso, which was really delicious. It reminded me of German granary bread. But in contrast to the German variety it contained not only seeds, but also various fruits such as figs, raisins, oranges and grapes. One package as the one you see on the photo can be bought for 300 Yen at Michi no Eki Aso. The bread was produced by "Mame no Ki", an outstanding and very famous small bakery in Aso. It is the bakery which is closest to Michi no Eki Aso and Aso Railway Station and can be reached by walking for only fifteen minutes. If you have time to visit Aso, why don't you drop by and try other products of Mame no Ki and other local producers or visit them at their local shops.
 
Best wishes from Aso,
 
Marco

PS: At the end of the article you will find a picture of a typical German granary bread for comparison!

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Guten Tag,

heute hatten wir (d.h. meine Kollegen Franck, Rashid, eine Freundin aus dem Studentenwohnheim und ich) die Gelegenheit gemeinsam mit einer Reisegruppe, die Aso besucht hat, zu lernen wie man Miso herstellt. Miso Suppe ist eines der japanischen Nationalgerichte. Es handelt sich um eine Suppe, die auf einer Sojabohnenpaste namens Miso basiert. Zusätzlich werden der Suppe Fischsud und je nach Jahreszeit Wakame (eine Art Algen), Tofu,Frühlingszwiebeln und Shiitake Pilze hinzugefügt. Am heutigen Tage haben wir selbst Sojabohnenpaste hergestellt. Das Miso wird nun ein Jahr lagern, bevor man es zum kochen von Suppe verwenden kann. In der Mittagspause haben wir neben anderen Spezialitäten auch Miso-Suppe gegessen für die Miso verwendet wurde, welches auf derselben Veranstaltung im letzten Jahr hergestellt wurde. Zum Abschluss haben wir noch aus Holz Anhänger geschnitzt. Da meiner leider nicht besonders gut gelungen ist, werdet Ihr an dieser Stelle kein Foto sehen.

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Hello everyone,

Today we (my colleagues Franck and Rashid, one friend from the dormitory and me) had the chance to join Japanese travelers in Aso to learn how to make Miso. Miso soup is one of Japan’s national dishes. It is a soup based one a soy bean paste called Miso. Moreover fish stock and Wakame (a kind of seaweed), Tofu, scallions and Shiitake mushrooms are added according to season. Today we made soy bean paste. From now on the Miso will be resting for one year before it can be used to make soup. During the mid-day break apart from other specialties we were also eating Miso soup made from the Miso that was produced last year on the same occasion. Finally we made our own wooden tags. Unfortunately mine was not very nice to look at, which is why you will not be seeing any photos here.



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Guten Tag,
 
Hoffentlich hattet ihr alle ein schönes Wochenende!
 
Bei uns in Aso war heute ein vergleichsweise ruhiger Tag, sodass ich viel Zeit hatte, um Texte und Karten ins Deutsche zu übertragen. Eine Besonderheit gab es aber doch am heutigen Tage: Wir (d.h. mein Kollege Rashid und ich) durften Trinkjoghurt von Bauern aus der Region probieren, der ab sofort auch hier im Laden erhältlich ist. Wir durften zwei verschiedene Sorten trinken. Beide waren sehr lecker. Wie üblich mussten wir das Produkt anschließend bewerten, damit es in Zukunft noch verbessert werden kann. Der Joghurt in der kleineren Flasche ist höher konzentriert und schmeckt dadurch stärker, während der andere weniger dickflüssig ist und leichter schmeckt. Am besten Ihr probiert selbst, wenn Ihr die Möglichkeit habt nach Aso zu kommen!
 
Bis bald in Aso!

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Marco
 
Hopefully all of you had a nice weekend!
 
We had a rather quiet day at Aso today, so that I had a lot of time to translate texts and maps into German. Nevertheless, there was one very pleasant experience: My colleague Rashid and I had the chance to try drinkable yoghurt produced by local farmers, which will be sold in our shop from now on. We tried two different sorts and both of them were very tasty. As usual, we rated the products afterwards, so that they can be improved in the future. The one in the smaller bottle is more concentrated and has a stronger taste, while the other one is more fluid and has a lighter taste. If you have the chance to come to Aso, please try for yourself and find out which one fits your taste!
 
See you soon in Aso!

Marco



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