Für alle von euch die letzte Woche nicht reingeschaut haben gibt es eine Erklärung vorweg: Noyaki findet seit bereits circa eintausend Jahren in Aso statt. Es handelt sich um das Verbrennen abgestorbenen Grases auf den Weiden. Das lange Gras der Felder in Aso war für die Wirtschaft der umliegenden Ortschaften seit jeher von zentraler Bedeutung. Es dient als Futtermittel für Kuehe und Pferde und wurde auch zum Bau von Hausdächern verwendet. Einmal pro Jahr wird es niedergebrannt, um Platz für frisches Gras zu schaffen und Verwaldung zu verhindern. Noyaki findet auch an anderen Orten in Japan statt, aber keiner dieser Orte hat so große Grasflächen wie Aso., sodass es sich um das groesste und bekannteste Noyaki Japans handelt.

Nachdem Noyaki letzte Woche wegen Regen leider ausfallen musste, konnte es heute nun bei malerischen Bedingungen stattfinden. Der blaue Himmel über Aso war beinahe wolkenfrei und obwohl es ziemlich kalt war schien die Sonne durchgängig. Zusammen mit anderen Gästen hatten wir die Gelegenheit uns Noyaki vor einer wunderschönen Bergkulisse anzusehen.

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Da Noyaki nicht nur schön ist, sondern auch viel Arbeit verursacht waren um die 1200 Freiwillige aus verschiedenen Teilen Japans anwesend. Ein Teil gehört zu lokalen Bevoelkerung, andere sind eigens fuer den heutigen Tag angereist, um die Bewohner Asos zu unterstützen und einen Beitrag zur Erhaltung des kulturellen Erbes Japans zu leisten. Erkennen könnt ihr sie auf den Fotos an ihren Helmen und den aus Bambus gefertigten Stäben, die dazu dienen das Feuer an bestimmten Stellen zu löschen. Selbstverständlich ist alles gut geplant und koordiniert, damit die Gesundheit der Beteiligten zu keinem Moment gefährdet ist. Da es in den Bergen sehr windig ist, kann es durchaus passieren, dass die Flammen plötzlich zwanzig bis dreißig Meter in die Höhe ragen. Daher ist größte Vorsicht geboten.

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Den Frauen und Männern der Freiwilligentruppe einige Stunden bei der Arbeit zuzusehen war eine grossartige Erfahrung, die ich gerne weiterempfehlen möchte. Etwas Ähnliches habe ich in Deutschland noch nie gesehen und auch in Japan ist es einmalig. Leider ist es bisher nur in Ausnahmefällen möglich sich, wie wir heute, als Teil einer von einem erfahrenen Freiwilligen geführten Gruppe dem Feuer zu nähern.

Wie mir heute mitgeteilt wurde, können auch Ausländer als Freiwillige am Noyaki teilnehmen. Ausreichende Japanischkenntsnisse dürften allerdings Vorraussetzung sein, da es notwendig ist sämtliche Answeisungen genau zu verstehen.

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Der beeindruckendste Anblick bot sich uns, wenn die Flammen vom Wind angefacht wurden und plötzlich in die Höhe schossen. Das Feuer prasselt laut, die Luft ist erfüllt von einem angenehmen Geruch, Rauchschwaden steigen auf und Teile verbrannten Grases fliegen durch die Luft - eine Erfahrung an die ich sicherlich auch nach meiner Rückkehr nach Deutschland noch gerne erinnern werde.

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For all of you that did not read last week's blog entry, please read this little explanation concerning noyaki beforehand: Noyaki has been taking place in Aso for around one thousand years. Noyaki means the burning of dead grass on the pastures. The pastures' long grass has always been central to the ecomomy of Aso and the neighboring localities. It has been used to feed cows and horses and to construct rooftops. Once per year it is burned down to make way for fresh grass and to prevent forestation. Noyaki can be seen in other places in Japan as well, but none of them has areas of grass as spacious as Aso's which makes it Japan's most famous noyaki.

Last week noyaki had to be cancelled due to heavy rain, whereas today's circumstances were perfect. We were able to witness noyaki under a clear, almost cloudless blue sky. Although it was cold, the sun was shining the entire time. It took place in front of the wonderful mountain scenery of Aso (as you can see above).

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As noyaki is not only beautiful, but also hard work, there were around 1200 volunteers from various places in Japan. Partly they were locals, partly they travelled to Aso for this special day to aid the residents of Aso in carrying out a difficult task and to contribute to preserving Japan's cultural heritage. You will easily be able to recognize  them on the photos, as they were wearing helmets and carrying long utensils made from bamboo, which are used to extinguish the fire. Naturally noyaki is well-planned and coordinated to ensure that there is no danger to the health of the participants. As it is very windy in mountainous areas, it can easily happen that the flames become twenty or even thrity meters high suddenly. This is why full attention is required at any moment.

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To observe the women and men of the volunteer brigade doing their work for several hours has been an unforgettable experience, that I would like to recommend to all of you. I have never seen anything comparable to it in Germany and it is unique even in Japan. Unfortunately, until now it is only allowed in exceptional cases that spectators approach the fires as part of a group led by an experienced volunteer.

As I was told today, foreigners are also able to become members of the volunteer brigade. Of course it would be necessary to speak Japanese at a very high level as it is absolutely necessary to understand every instruction completely.

The most impressive sight presented itself when the flames were stirred up by the wind and rapidly grew. The fire is crackling loudly, a pleasant smell is diffusing, billows of smoke are rising to the sky and parts of burned grass are thrown into the air - an experience that I will be glad to remember after returning to Germany!